Die Förderbedingungen

 

Mit dem Bildungsscheck NRW werden private und betriebliche Weiterbildungsausgaben zur Hälfte (maximal bis zu 500 € pro Bildungsscheck) bezuschusst. Bei einer privat organisierten Weiterbildung tragen die Beschäftigten die andere Hälfte der Kosten, bei einer betrieblich organisierten Weiterbildung trägt das Unternehmen die Hälfte der Kosten. Für das Förderprogramm stehen Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung.

 

Das Programm des Landes Nordrhein-Westfalen richtet sich an Beschäftigte in nordrhein-westfälischen Unternehmen. Ausgenommen ist der Öffentliche Dienst. Der Zugang ist sowohl individuell als auch betrieblich möglich. Das heißt: Interessierte Beschäftigte können für ihre berufliche Weiterentwicklung ebenso einen Bildungsscheck in Anspruch nehmen wie Betriebe, die im Rahmen ihrer Personalentwicklung geeignete Qualifizierungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigen.

 

Unternehmerinnen und Unternehmer sowie freiberuflich Tätige können in den ersten fünf Jahren nach der Gründung ihres Betriebes ebenfalls den Weiterbildungszuschuss in Anspruch nehmen.

 

Ebenso können Berufsrückkehrende, also Frauen und Männer, die nach einer längeren Familienzeit (Kinderbetreuung, Pflegezeiten) in den Beruf zurückkehren möchten und dafür eine besondere Schulung benötigen, den Bildungsscheck erhalten.

 

Wenn man die Fördervoraussetzungen erfüllt, erhält man einen Gutschein für die gewählte Weiterbildung. Wichtig: Die Anmeldung für eine Weiterbildung darf erst nach Erhalt des Bildungsschecks erfolgen.

 
 

Welche Weiterbildungen werden gefördert?

Alle Weiterbildungen, die der beruflichen Qualifizierung und dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit dienen.

Qualifizierungsinhalte können beispielsweise sein: Sprach- und EDV-Schulungen, Erwerb von Schlüsselqualifikationen, Medienbildung oder Lern- und Arbeitstechniken. Ausgeschlossen von der Förderung sind unter anderem rein arbeitsplatzbezogene Anpassungsqualifizierungen wie Maschinenbedienerschulungen oder Trainings bei neuen Produkteinführungen.


 

Wie erhält man den Bildungsscheck?

Voraussetzung für die Ausgabe des Bildungsschecks ist eine kostenlose Beratung in einer Beratungsstelle, die den Bildungsscheck ausstellen darf. Die Beratung muss vor der Anmeldung für eine Weiterbildung erfolgen.

Die Bildungsschecks werden über ausgewählte Beratungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen vergeben. Anlaufstellen sind beispielsweise Kammern, Wirtschaftsförderungen, aber auch die Volkshochschulen oder Weiterbildungs-Netzwerke, wie sie in einigen Regionen bestehen.

In der Beratung werden inhaltliche und formelle Voraussetzungen zum Erhalt des Bildungsschecks geklärt und geeignete Weiterbildungsangebote und Anbieter ausgewählt. Im Anschluss an die Beratung wird der Bildungsscheck ausgehändigt, er wird beim Weiterbildungsträger zur Verrechnung eingereicht.

 

Beratungsstellen

Beruflicher Weiterbildungsverbund Bielefeld (BWB) e.V.

Nikolaus-Dürkopp-Str. 15, 33602 Bielefeld

 

Bildungswerk der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft e. V. - BOW

Detmolder Str. 18, 33604 Bielefeld2.

 

Gleichstellungsstelle der Stadt Bielefeld

Niederwall 25, 33602 Bielefeld

 

Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld

Kleiberweg 3, 33609 Bielefeld

 

IHK-Akademie Ostwestfalen GmbH in Kooperation mit der IHK Lippe zu Detmold

Elsa-Brändström-Str. 1, 33602 Bielefeld3.

 

Volkshochschule der Stadt Bielefeld

Ravensberger Park 1, 33607 Bielefeld

 

Volkshochschule Ravensberg

Kiskerstraße 2, 33781 Halle